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Schottland

Schottland! Ein Land, um das sich viele Vorurteile und Bilder ranken. Betreffend Natur werden alle gängigen Vorurteile erfüllt: Auf engstem Raum findet man hier wettergegerbte Inseln, alpine Gebirge, dunkle Lochs, weite Hochebenen, die längsten Strände des Königreichs und Städte, in welchen die Kunst und das Nachtleben pulsieren. Und dies alles getränkt von einer reichen Kultur, von Mythen und Geschichten über mysteriöse Seemonster, blutige Clankämpfe und den Aufstand gegen die Krone. Hinter jeder Kurve könnte ein weiteres Castle stehen und es ist nie weit bis zur nächsten Whisky Destillerie.

Das schönste an diesem Land aber sind seine Einwohner. Ein stolzes Volk voller herzlicher Menschen. Moment, was ist mit dem Vorurteil der geizigen Schotten? Mit Freundlichkeit geizen sie auf keinen Fall. Egal, wo ich war, man hat mit mir gleich ein Schwätzchen begonnen: An der Bushaltestelle, an der Kasse im Laden, im Pub… Egal ob im edlen Restaurant oder in der urchigen Dorfkneipe, ich habe mich immer willkommen gefühlt!

Auch das schottische Wetter ist nicht so schlecht wie sein Ruf: Je nach Region regnet es im Durchschnitt einiges weniger als in der Schweiz. Wie auf einer Insel üblich, kann das Wetter jedoch sehr schnell umschlagen und vier Jahreszeiten an einem Tag sind hier keine Seltenheit. Gerade auf den westlichen Inseln kann’s da ganz schnell ziemlich ungemütlich werden.

Bei Schmuddelwetter hilft die schottische Küche. Auch sie straft ihren Ruf Lügen. Wer herz- und körpererwärmenden Comfortfood sucht, wird hier fündig: Da wäre zum einen das Nationalgericht «Haggis, Neeps and Tatties» also Haggis – ein Gemisch aus Fleisch, Hafer und Gewürzen – , Turnips und Kartoffeln. Aber auch aromatische Suppen wie zB die Fischsuppe «Cullen Skink» und andere Gerichte aus fangfrischen Fischen und Muscheln oder mein Lieblingsgericht für kalte Tage: «Stovies» – Siedfleisch mit Kartoffeln und Gemüse.

Eine Leckerei, die man sowohl in Strassenbuden, Cafés, Pubs, wie auch in edleren Restaurants (zugegeben in unterschiedlicher Qualität) antrifft, sind Pies – im Ofen gebackene, gedeckte Teigpasteten mit salziger oder süsser Füllung. Diese «Kuchen» gibt es bereits seit der Antike: Schon die Ägypter und Römer packten leckere Füllungen in Brotkruste. Im Mittelalter verbreitete sich das Gericht in ganz Europa, die erste eindeutige Erwähnung eines Pies stammt aus dem England des 14. Jahrhunderts. Auf den Britischen Inseln wird es immer noch sehr gerne gegessen, ob als Snack im Fussballstadion, herzhafter Pubfood oder als Familienmahlzeit zu Hause.

Wenn’s bei uns nun auch kälter wird, lohnt es sich, dieses (vereinfachte) Rezept für Shepherd’s Pie auszuprobieren. Im Gegensatz zu anderen Pies besteht hier die obere Kruste aus Kartoffelstock. Der Pie ersetzt somit eine ganze Mahlzeit und wärmt ganz wunderbar Bauch, Herz und Seele!

Und wer es einfacher möchte: Im Pie Shop in Wipkingen oder im Viadukt, Zürich, gibt’s leckere Pies in allen Variationen zum Mitnehmen oder direkt geniessen.

7 Kommentare

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Hallo Andi
Vielen Dank für deinen Kommentar. Gerade noch den Tipp bekommen: Der Pie Shop hat seinen Hauptsitz in Wipkingen. Falls das für dich näher ist. Hab’s im Beitrag noch verlinkt. En Guete!

Mystisch, dieses Schottland! Der Beitrag macht reisefreudig, hungrig und warm ums Herz! 🙂 Danke für das feine Pie Rezept, dafür werd ich mir über die Feiertage sehr gerne Zeit nehmen.

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