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Matcha – gemahlener Tee

Gastbeitrag von Rico

Mehr als ein kurzfristiger Trend: Um das 6. Jahrhundert in China entwickelt, aber vor allem in Japan über die letzten Jahrhunderte mit reicher Tradition versehen, erobert Matcha nunmehr auch Europa. Der Begriff Matcha (jap.: 抹茶) steht für „gemahlener Tee“, eine besondere Art Grüntee. Dieser wird – meist in Japan – vor der Ernte einige Wochen mit lichtundurchlässigen Netzen beschattet und bekommt hierdurch eine intensive grüne Farbe sowie einen lieblich süssen Geschmack.

Das Endprodukt wird nicht als Blatttee verkauft. Vielmehr wird der Tee nach diversen aufwändigen Verabeitungsschritten fein gemahlen.

 Hierdurch wird der Tee nicht wie üblich aufgegossen, sondern mithilfe eines Bambusbesens schaumig geschlagen. Bei dieser Art der Zubereitung handelt es sich um den sogenannten Usucha (薄茶), was sich etwa mit «schwacher Tee» übersetzen lässt.

Matcha kann aber auch als sogenannter Koicha(茶杓 銘) zubereitet werden, wobei bei der Zubereitung deutlich mehr Matcha Pulver und weniger heisses Wasser verwendet wird.

Matcha ist jedoch nicht nur ein Getränk. Vielmehr wird die Zubereitung etwa in Japan als Ritual zelebriert, wobei einer strikten Abfolge von Einzelschritten (die allerdings je nach Tee-Schule variiert) gefolgt wird. Dem Chadō (茶道), was sich etwa mit „Teeweg“ übersetzen lässt und auch unter dem Titel „Cha no yu“ bekannt ist, liegt der Zen-Buddhismus zugrunde und wird in Japan schon seit Jahrhunderten zelebriert.

Neben dieser zeremoniellen Zubereitung wird Matcha (i.d.R. Produkte von geringerer Qualität) jedoch oft auch genutzt, um Speisen aller Art zu bereichern. Insbesondere in Japan wird Matcha Speisen aller Art beigemischt, von Nudeln bis Speiseeis, von Süssigkeiten bis Wein. Daher egal ob pur oder zum Essen, auf jeden Fall probieren!

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